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Stillen und Flasche kombinieren: Die Zwiemilchernährung – Alles, was du wissen musst

Stillen und Flasche kombinieren: Die Zwiemilchernährung – Alles, was du wissen musst

Viele Mütter stehen vor der Frage: Kann man Stillen und Flasche kombinieren? Die Antwort ist ein klares Ja! Die sogenannte Zwiemilchernährung bietet dir als Mama Flexibilität und ermöglicht es, die Vorteile der Muttermilch mit der praktischen Seite der Flaschenfütterung zu verbinden. Ob du zur Arbeit zurückkehrst, dein Partner das Baby füttern möchte oder du einfach mehr Ruhe brauchst – die Kombination von Brust und Flasche kann in vielen Situationen eine gute Lösung sein.

Warum Stillen und Flasche kombinieren? Die wichtigsten Gründe

Es gibt viele gute Gründe, warum Eltern sich für die Zwiemilchernährung entscheiden. Jede Frau und jedes Baby sind anders. Was für die eine Familie funktioniert, passt für die andere vielleicht nicht. Das Schöne an der Kombination von Stillen und Flasche ist, dass du flexibel bleiben und trotzdem die wertvollen Vorteile der Muttermilch nutzen kannst.

Mehr Flexibilität im Alltag

Einer der häufigsten Gründe für die Zwiemilch ist der Wunsch nach mehr Flexibilität. Wenn du beispielsweise wieder zur Arbeit gehst, kann Papa oder eine andere Bezugsperson das Fläschchen übernehmen, während du nicht zu Hause bist. So bleibt die Ernährung deines Babys gesichert, und du kannst bei den Stillmahlzeiten zu Hause weiterhin die besondere Nähe genießen.

Auch im Fall, dass du mal einen Termin hast, Sport treiben oder einfach etwas Zeit für dich brauchst, bietet die Flasche eine praktische Option. Dein Kind kann in der Zwischenzeit von einer anderen Person mit hochwertiger Milchnahrung versorgt werden, ohne dass du dir Gedanken machen musst.

Unzureichende Milchproduktion

Manche Mütter haben Probleme mit der Milchproduktion oder erleben nach der Geburt im Wochenbett einen verzögerten Milcheinschuss. In solchen Fällen kann Zufüttern mit Pre-Milch eine wichtige Ergänzung sein, um sicherzustellen, dass dein Baby ausreichend Nahrung erhält. Hochwertige Pre-Nahrung von Marken wie Aptamil Pronutra Pre, HiPP PRE Bio Combiotik oder Humana Pre orientiert sich in ihrer Zusammensetzung an der Muttermilch und ist als alleinige Nahrung oder zum Zufüttern geeignet.

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Eine Stillberaterin oder Hebamme kann dir helfen, die Milchproduktion anzuregen. In vielen Fällen ist es möglich, beim Stillen zu bleiben und nur bei Bedarf mit der Flasche zu ergänzen. Der Versuch, beides zu kombinieren, gibt dir die Chance, weiterhin zu stillen und gleichzeitig sicherzustellen, dass dein Kind satt wird.

Entlastung und Unterstützung für die Mutter

Nachdem das Baby auf die Welt gekommen ist, ist es ganz normal, dass sich der Körper von der Geburt erholen muss. Das Stillen kann daher – besonders in den ersten Wochen – sehr anstrengend sein. Wunde Brustwarzen, häufiges Anlegen und schlaflose Nächte fordern ihren Tribut. Die Zwiemilchernährung ermöglicht es dir, zwischendurch eine Pause zu machen und neue Kraft zu tanken.

Wenn Papa oder die Großeltern das Baby mit der Flasche füttern, kannst du dich ausruhen oder einfach durchschlafen. Diese Entlastung ist nicht nur für deine körperliche Gesundheit wichtig, sondern auch für dein seelisches Wohlbefinden. Glück und Ruhe als Mama sind wichtig, um die Zeit mit deinem kleinen Schatz wirklich genießen zu können.

Medizinische Gründe und besondere Situationen

In manchen Fällen gibt es medizinische Gründe, die eine Kombination von Stillen und Flasche notwendig machen. Zum Beispiel, wenn die Mutter Medikamente einnehmen muss, die in die Muttermilch übergehen, oder wenn gesundheitliche Probleme auftreten. Auch bei Neugeborenen mit geringem Geburtsgewicht oder bei Frühchen kann die Säuglingsnahrung als Ergänzung sinnvoll sein.

Sprich in solchen Situationen immer mit deinem Kinderarzt oder deiner Stillberaterin. Sie können dir die besten Tipps geben und dich dabei unterstützen, die richtige Form der Ernährung für dein Baby zu finden.

Ist es möglich, Stillen und Pre-Nahrung zu kombinieren?

Ja, das ist absolut möglich und wird von vielen Familien erfolgreich praktiziert. Die Pre-Nahrung ist so zusammengesetzt, dass sie der Muttermilch sehr ähnlich ist und als Ergänzung oder Alternative zum Stillen dienen kann.

Was ist Pre-Nahrung?

Pre-Milch ist eine Säuglingsanfangsnahrung, die von Geburt an gefüttert werden kann. Sie enthält als Kohlenhydrat nur Milchzucker (Laktose), ähnlich wie Muttermilch, und ist besonders gut verträglich. Du kannst Pre-Nahrung so oft und in so großer Menge geben, wie dein Baby möchte – genau wie beim Stillen. Das macht sie zur idealen Wahl für die Zwiemilchernährung.

Trinkfertige Varianten wie Beba PRE trinkfertig in praktischen 90ml Flaschen sind besonders praktisch für unterwegs oder wenn es schnell gehen muss.

Wie funktioniert die Kombination?

Bei der Zwiemilch kannst du beispielsweise morgens und abends stillen, wenn du zu Hause bist, und tagsüber das Fläschchen mit Pre-Milch geben. Oder du stillst dein Baby hauptsächlich und gibst nur gelegentlich eine Flasche – zum Beispiel, wenn Papa das Kind übernimmt oder du eine Pause brauchst.

Wichtig ist, dass du die Stillmahlzeiten beibehältst, die dir wichtig sind. Die Milchproduktion richtet sich nach Angebot und Nachfrage: Je öfter dein Baby an der Brust trinkt, desto mehr Milch wird produziert. Wenn du einzelne Mahlzeiten durch die Flasche ersetzt, wird sich deine Milchproduktion entsprechend anpassen.

Welche Milchnahrung eignet sich am besten?

Für die Zwiemilchernährung eignet sich Pre-Nahrung am besten, weil sie der Muttermilch am ähnlichsten ist und nach Bedarf gefüttert werden kann. Es gibt verschiedene hochwertige Produkte auf dem Markt, die dein Baby optimal versorgen, wenn du Stillen und Flasche kombinieren möchtest.

Ab wann kann man Flaschennahrung und Stillen kombinieren?

Die Frage nach dem richtigen Zeitpunkt beschäftigt viele Mütter. Grundsätzlich gilt: Es gibt nicht den einen perfekten Moment für alle. Der beste Zeitpunkt hängt von deiner individuellen Situation ab.

Die ersten Wochen: Stillbeziehung aufbauen

In den ersten Lebenswochen ist es sinnvoll, zunächst eine gute Stillbeziehung aufzubauen. In dieser Zeit lernt dein Baby das Saugen an der Brust, und deine Milchproduktion stellt sich ein. Hebammen und Stillberaterinnen empfehlen meist, in den ersten vier bis sechs Wochen möglichst voll zu stillen, damit sich alles gut einspielt.

Natürlich gibt es Ausnahmen: Wenn das Stillen nicht ausreichend funktioniert, dein Baby nicht genug zunimmt oder medizinische Gründe vorliegen, kann es notwendig sein, schon früher mit Pre-Nahrung zuzufüttern. In diesem Fall solltest du dich eng mit deiner Hebamme oder Stillberaterin abstimmen, um die beste Lösung für dich und dein Kind zu finden.

Nach der Stillphase: Sanfter Einstieg

Wenn dein Baby gut an der Brust trinkt und die Stillbeziehung gefestigt ist, kannst du beginnen, einzelne Stillmahlzeiten durch ein Fläschchen zu ersetzen. Viele Mütter starten damit zwischen der vierten und achten Lebenswoche, wenn sie merken, dass ihr Neugeborenes stabil trinkt und zunimmt.

Der sanfte Einstieg in die Zwiemilch gelingt am besten, wenn du zunächst nur eine Mahlzeit pro Tag durch die Flasche ersetzt. Beobachte, wie dein Baby reagiert und ob es das Fläschchen akzeptiert. Manche Kinder nehmen die Flasche sofort an, andere brauchen etwas Zeit und mehrere Versuche.

Rückkehr zur Arbeit oder andere Veränderungen

Für viele Mütter ist die Rückkehr zur Arbeit der Anlass, mit der Zwiemilchernährung zu beginnen. In diesem Fall ist es sinnvoll, schon einige Wochen vorher damit anzufangen, damit sich dein Baby an die neue Situation gewöhnen kann. So vermeidest du Stress und gibst sowohl dir als auch deinem Kind Zeit für den Wechsel.

Plane den Übergang rechtzeitig, damit Papa oder die Betreuungsperson das Füttern mit der Flasche üben können. Es kann sein, dass dein Baby die Flasche eher von einer anderen Person als von dir annimmt, da es dich mit der Brust assoziiert.

Saugverwirrung vermeiden: So gelingt der Wechsel zwischen Brust und Flasche

Eine der größten Sorgen vieler Mütter beim Thema Zwiemilch ist die sogenannte Saugverwirrung. Darunter versteht man, dass ein Baby Schwierigkeiten hat, zwischen dem Saugen an der Brust und dem Trinken aus der Flasche zu wechseln, weil die Saugtechnik unterschiedlich ist.

Was ist Saugverwirrung?

Beim Stillen muss das Baby aktiv saugen und die Brustwarze richtig umschließen, um den Milchfluss anzuregen. Das Trinken aus der Flasche funktioniert anders: Die Milch fließt leichter, und das Baby muss weniger Anstrengung aufbringen. Manche Babys bevorzugen dann die Flasche, weil es einfacher ist, oder sie haben nach der Flasche Probleme, wieder richtig an der Brust zu saugen.

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Die richtige Flasche und der passende Sauger

Die Wahl der richtigen Flasche und des Saugers ist entscheidend, um eine Saugverwirrung zu vermeiden. Es gibt spezielle Sauger, die der Form der Brustwarze nachempfunden sind und ein ähnliches Saugverhalten erfordern wie beim Stillen.

Produkte mit einer breiten Saugerbasis und seidig-weicher Textur helfen dem Baby, das natürliche Saugmuster beizubehalten. Flexible Saugerspitzen passen sich dem Gaumen an, und integrierte Anti-Kolik-Ventile sorgen dafür, dass dein Baby weniger Luft schluckt.

Diese Flaschen sind in verschiedenen Größen erhältlich, sodass du den Milchfluss an das Alter und die Trinkfähigkeit deines Babys anpassen kannst.

Tipps für den erfolgreichen Wechsel

Hier sind einige bewährte Tipps, die dir helfen, den Wechsel zwischen Brust und Flasche zu meistern:

  • Langsam anfangen: Ersetze zunächst nur eine Stillmahlzeit durch die Flasche und beobachte, wie dein Baby reagiert. Steigere die Anzahl der Flaschenmahlzeiten nur langsam.
  • Richtiger Zeitpunkt: Biete die Flasche an, wenn dein Baby wach und entspannt ist, aber noch nicht zu hungrig. Ein sehr hungriges Baby kann frustriert sein und die Flasche ablehnen.
  • Andere Person füttern lassen: Viele Babys akzeptieren die Flasche besser, wenn Papa, Oma oder eine andere Bezugsperson füttert. Dein Baby verbindet dich mit der Brust und möchte möglicherweise nicht von dir die Flasche nehmen.
  • Geduld haben: Manche Kinder brauchen mehrere Versuche, bis sie die Flasche akzeptieren. Gib nicht sofort auf, sondern probiere es zu verschiedenen Tageszeiten und in unterschiedlichen Situationen.
  • Sauger richtig positionieren: Achte darauf, dass dein Baby den Sauger richtig im Mund hat – ähnlich wie beim Stillen sollte es nicht nur die Spitze, sondern einen großen Teil des Saugers erfassen.
  • Abgepumpte Muttermilch verwenden: Wenn du möchtest, kannst du auch abgepumpte Muttermilch in der Flasche anbieten. So bekommt dein Baby weiterhin Muttermilch, auch wenn du gerade nicht stillst. Das Abpumpen hilft außerdem, deine Milchproduktion aufrechtzuerhalten.

Praktische Tipps für die Zwiemilchernährung im Alltag

Die Kombination von Stillen und Flasche erfordert etwas Organisation, aber mit den richtigen Tipps wird die Zwiemilch schnell zur Routine. Hier sind praktische Ratschläge, die dir den Alltag erleichtern.

Einen festen Rhythmus finden

Es kann hilfreich sein, einen gewissen Rhythmus zu etablieren. Zum Beispiel:

  • Morgens und abends stillen, wenn du zu Hause bist
  • Mittags und nachmittags die Flasche geben, wenn du bei der Arbeit bist
  • Bei Bedarf zusätzliche Mahlzeiten flexibel gestalten

Beachte dabei, dass sich deine Milchproduktion an die Stillmahlzeiten anpasst. Wenn du bestimmte Zeiten regelmäßig stillst, wird dein Körper sich darauf einstellen.

Die Milchproduktion aufrechterhalten

Wenn du weiterhin stillen möchtest, ist es wichtig, die Milchproduktion aufrechtzuerhalten. Das gelingt am besten, indem du regelmäßig stillst. Je mehr Stillmahlzeiten du beibehältst, desto stabiler bleibt deine Milchmenge.

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Falls du tagsüber nicht stillen kannst, hilft das Abpumpen dabei, die Milchproduktion anzuregen und aufrechtzuerhalten. Mit abgepumpter Muttermilch kannst du dann die Flasche füllen – dein Baby profitiert weiterhin von den Vorteilen deiner Milch.

Hygiene bei der Flaschenernährung

Gute Hygiene ist bei der Flaschenfütterung besonders wichtig. Achte darauf, dass Flaschen und Sauger nach jedem Gebrauch gründlich gereinigt werden. In den ersten Monaten solltest du sie regelmäßig sterilisieren, um Keime zu vermeiden.

Bereite Flaschennahrung immer genau nach den Anweisungen des Herstellers zu. In vielen offiziellen Empfehlungen wird für bestimmte Gruppen (z.B. Frühgeborene, sehr junge oder immungeschwächte Babys) Wasser von mindestens etwa 70 °C empfohlen, das dann auf Trinktemperatur abgekühlt wird. So werden Keime im Pulver abgetötet. Besprich im Zweifel mit Kinderarzt oder Hebamme, welches Vorgehen für dein Baby sinnvoll ist.

Trinkfertige Pre-Nahrungen in 90ml Portionen sind praktisch, da sie nur noch auf Trinktemperatur erwärmt werden müssen – ideal, wenn es schnell gehen muss oder ihr unterwegs seid.

Flexibel bleiben und auf dein Baby hören

Jedes Kind ist anders, und was bei einem Baby funktioniert, klappt beim anderen vielleicht nicht. Sei flexibel und offen für verschiedene Ansätze. Wenn dein Baby die Flasche zunächst ablehnt, probiere verschiedene Sauger aus oder versuche es zu einem anderen Zeitpunkt.

Höre auf die Signale deines Kleinen: Manche Babys sind zufriedener mit mehr Stillmahlzeiten, andere kommen gut mit der Zwiemilch zurecht. Vertraue auf dein Gefühl und lass dich nicht von außen unter Druck setzen. Es gibt nicht die eine richtige Lösung – wichtig ist, dass es für dich und dein Baby passt.

Unterstützung holen

Zögere nicht, Unterstützung zu holen, wenn du Zweifel oder Fragen hast. Eine Stillberaterin, deine Hebamme oder der Kinderarzt können dir wertvolle Tipps geben. Auch der Austausch mit anderen Müttern in ähnlicher Situation kann helfen. Viele Eltern haben positive Erfahrungen mit der Zwiemilchernährung gemacht und teilen gerne ihre Meinungen und Ratschläge.

Zwiemilch und die Entwicklung des Babys

Ein Punkt der viele Eltern beschäftigt ist, ob die Zwiemilchernährung die Entwicklung ihres Babys beeinflusst. Die gute Nachricht: Solange dein Baby ausreichend Nahrung erhält und gut zunimmt, ist die Kombination von Stillen und Flasche eine sichere und gesunde Option.

Vorteile der Muttermilch erhalten

Auch wenn du nicht voll stillst, profitiert dein Baby von den Vorteilen der Muttermilch. Diese enthält wichtige Antikörper, die das Immunsystem stärken, sowie Nährstoffe, die perfekt auf die Bedürfnisse deines Kindes abgestimmt sind. Jede Stillmahlzeit zählt und trägt zur Gesundheit und zum Wohlbefinden deines Babys bei.

Selbst wenn du nur morgens und abends stillst und tagsüber die Flasche gibst, bekommt dein Baby weiterhin wertvolle Muttermilch. Die Zwiemilch ist also eine gute Möglichkeit, die Vorteile des Stillens mit der Flexibilität der Flaschenernährung zu verbinden.

Hochwertige Pre-Nahrung als Ergänzung

Die Pre-Nahrung ist so entwickelt, dass sie die Muttermilch optimal ergänzt. Verschiedene Hersteller investieren viel in die Forschung, um ihre Produkte an die Bedürfnisse von Babys anzupassen. Diese Milchnahrung enthält alle wichtigen Nährstoffe, Vitamine und Mineralstoffe, die dein Baby für eine gesunde Entwicklung braucht.

Die emotionale Bindung bleibt erhalten

Du machst dir Gedanken, ob die Bindung zu deinem Baby leidet, wenn nicht mehr ausschließlich gestillt wird? Diese Sorge ist unbegründet: Die emotionale Bindung entsteht nicht allein durchs Stillen, sondern durch die gesamte Zuwendung, Nähe und Pflege, die du deinem Kind gibst.

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Auch beim Füttern mit der Flasche kannst du Nähe und Geborgenheit vermitteln. Halte dein Baby dabei im Arm, schaue ihm in die Augen und genieße diesen besonderen Moment. Und wenn Papa oder eine andere Person das Fläschchen gibt, wird auch diese Bindung gestärkt.

Häufige Herausforderungen und Lösungen

Beim Einstieg in die Zwiemilchernährung können verschiedene Herausforderungen auftreten. Hier findest du Lösungen für die häufigsten Probleme.

Das Baby lehnt die Flasche ab

Einer der häufigsten Gedanken vieler Mütter: „Mein Baby will die Flasche nicht!“ Das ist ganz normal und kommt bei vielen Stillkindern vor. Verschiedene Lösungen sind z.B.:

  • Geduld und Zeit: Gib deinem Baby Zeit, sich an die neue Form des Trinkens zu gewöhnen. Es kann mehrere Versuche dauern, bis es klappt.
  • Unterschiedliche Sauger testen: Es gibt spezielle Sauger, die für Stillkinder konzipiert sind, aber jedes Baby ist anders. Manchmal hilft es, verschiedene Sauger auszuprobieren, um den passenden zu finden.
  • Richtige Temperatur: Achte darauf, dass die Milch die richtige Temperatur hat – etwa 37°C, also Körpertemperatur. Manche Babys sind sehr empfindlich, was die Temperatur angeht.
  • Fütterung durch andere Person: Wie bereits erwähnt, klappt es oft besser, wenn nicht Mama, sondern Papa oder eine andere Bezugsperson die Flasche gibt.

Die Milchproduktion geht zurück

Wenn du merkst, dass deine Milchmenge abnimmt, liegt das meist daran, dass dein Baby seltener an der Brust trinkt. Um die Milchproduktion anzuregen, kannst du:

  • Öfter stillen: Je mehr dein Baby saugt, desto mehr Milch wird produziert. Versuche, die Stillmahlzeiten beizubehalten oder sogar zu erhöhen.
  • Abpumpen: Pumpe zusätzlich zu den Stillmahlzeiten ab, um die Milchproduktion zu stimulieren. Die abgepumpte Milch kannst du dann für die nächste Flaschenmahlzeit verwenden.
  • Power-Pumping: Diese Technik ahmt das Cluster-Feeding nach. Pumpe eine Stunde lang mehrfach ab (10 Minuten pumpen, 10 Minuten Pause, wiederholen) – am besten ein- bis zweimal täglich.
  • Stillfreundliche Routine: Etabliere feste Stillzeiten, zum Beispiel morgens nach dem Aufwachen und abends vor dem Schlafengehen.

Blähungen und Bauchschmerzen

Manche Babys bekommen beim Trinken aus der Flasche mehr Blähungen als beim Stillen. Das liegt daran, dass sie beim Fläschchen leichter Luft mit schlucken können. Anti-Kolik-Ventile an den Saugern können dieses Problem minimieren.

Weitere Tipps gegen Blähungen:

  • Achte darauf, dass die Flasche beim Füttern schräg gehalten wird, damit der Sauger immer mit Milch gefüllt ist
  • Lass dein Baby während und nach dem Füttern aufstoßen
  • Massiere sanft den Babybauch im Uhrzeigersinn
  • Bei anhaltenden Problemen sprich mit deinem Kinderarzt über spezielle Pre-Nahrung, zum Beispiel für Babys mit empfindlichem Verdauungssystem

Verweigerung der Brust nach der Flasche

In seltenen Fällen kommt es vor, dass ein Baby nach Einführung der Flasche die Brust verweigert. Das liegt meist daran, dass die Milch aus der Flasche leichter fließt und das Baby weniger Anstrengung benötigt. In diesem Fall:

  • Flasche mit langsamem Sauger verwenden: Es gibt Sauger mit langsamerem Milchfluss, die dem Stillen am ähnlichsten sind.
  • Stillposition variieren: Versuche verschiedene Stillpositionen, um dem Baby das Andocken zu erleichtern.
  • Vor dem Stillen anpumpen: Wenn die Brust sehr voll ist, pumpe etwas ab, damit die Milch leichter fließt und das Baby nicht so stark saugen muss.
  • Professionelle Hilfe holen: Eine Stillberaterin kann dir mit individuellen Tipps weiterhelfen.

Zwiemilch – Eine flexible Lösung für moderne Familien

Die Kombination von Stillen und Flasche bietet dir als Mama Flexibilität, ohne auf die wertvollen Vorteile der Muttermilch verzichten zu müssen. Ob aus praktischen, medizinischen oder persönlichen Gründen – die Zwiemilchernährung ist eine bewährte und sichere Option für dein Baby.

Wichtig ist, dass du auf dich und dein Kind hörst, die richtigen Produkte verwendest und dir bei Bedarf Unterstützung holst. So kannst du die Ernährung deines kleinen Schatzes bestmöglich gestalten – ganz nach euren individuellen Bedürfnissen.

Dieser Ratgeber ersetzt keine individuelle medizinische Beratung.

Häufig gestellte Fragen zur Zwiemilchernährung

Kann man gleichzeitig Stillen und Flasche geben?

Ja, das ist absolut möglich. Viele Mütter kombinieren erfolgreich Stillen und Flasche. Wichtig ist, dass du die Stillmahlzeiten beibehältst, die dir wichtig sind, und die Flasche als Ergänzung nutzt. Mit den richtigen Produkten kannst du eine Saugverwirrung vermeiden.

Ist es in Ordnung, gleichzeitig zu stillen und die Flasche zu geben?

Ja, es ist völlig in Ordnung. Solange dein Baby ausreichend Nahrung erhält und gut gedeiht, ist die Zwiemilch eine sichere und gesunde Ernährungsform. Die Vorteile der Muttermilch bleiben erhalten, auch wenn nicht voll gestillt wird, und die Pre-Nahrung bietet eine hochwertige Ergänzung.

Ab wann kann man Flaschennahrung und Stillen kombinieren?

Idealerweise wartest du die ersten vier bis sechs Wochen ab, damit sich die Stillbeziehung gut etablieren kann. Danach kannst du mit der Zwiemilch beginnen. In manchen Fällen, etwa bei unzureichender Milchproduktion, kann es notwendig sein, schon früher zuzufüttern. Sprich in solchen Situationen mit deiner Hebamme oder Stillberaterin.

Kann man ein Neugeborenes stillen und gleichzeitig mit der Flasche füttern?

Bei Neugeborenen ist es besonders wichtig, zunächst das Stillen zu etablieren. In den ersten Wochen sollte möglichst voll gestillt werden. Wenn es medizinische Gründe gibt oder die Milchproduktion nicht ausreicht, kann bereits bei Neugeborenen zugefüttert werden. In diesem Fall ist eine enge Begleitung durch eine Hebamme oder Stillberaterin wichtig.

Kann man Muttermilch und Pre-Nahrung kombinieren?

Ja, das ist problemlos möglich. Du kannst abgepumpte Muttermilch und Pre-Nahrung abwechselnd geben, oder du stillst zu bestimmten Zeiten und gibst zu anderen Zeiten die Flasche mit Pre-Milch. Beides zusammen in einer Flasche zu mischen wird allerdings nicht empfohlen.